BP: Praxisausbildung Überlandberechtigung / B-Schein

Während der Ausbildung zum beschränkten Luftfahrerschein (A-Schein) hast du die Grundlagen für dein Fliegerleben geschaffen. Seitdem hast du bereits einige Thermikflüge gesammelt ohne dabei das eigentliche Fluggebiet zu verlassen. Dabei wurden dir weitere Horizonte eröffnet:

Foto: www.azoon.ch
Du hast neue Höhen erobert und beobachtet wie andere Piloten mit dieser Höhe das Fluggebiet verlassen haben. Kurz: Deine Neugierde für neue Unternehmungen wurde geweckt. Wie wäre es nun mit dem Gleitschirm neue Horizonte zu erkunden? – Du möchtest auf Strecke gehen!

Hierzu benötigst du einiges an fliegerischem Rüstzeug. Im Rahmen der Praxisausbildung erhältst du Gelegenheit dir dieses Können anzueignen. Hierzu gehören zwei Module, die zeitunabhängig voneinander absolviert werden können.

Modul 1 – Flugpraxis
Bei einigen Piloten liegt die praktische A-Schein-Ausbildung bereits mehrere Jahre zurück, bei Anderen wurde sie erst vor kurzem abgeschlossen – unabhängig davon fangen wir gemeinsam mit einem Starttraining an. Ziel ist es, die Starttechnik so zu verbessern, dass du von allen Startplätzen sicher abfliegen kannst. Je nach Bedingungen widmen wir uns mehr dem Vorwärts- oder dem Rückwärtsstart (Allerdings wird in diesem Modul nur eine „Perfektionierung“ der Starttechniken geboten. Zur Erlernung der rückwärtigen Aufziehtechnik bieten wir ein separates Seminar an!).

Einmal in der Luft verfeinern wir unsere Flugtechniken: Ohren anlegen mit Beschleuniger, Leitlinienacht unter 25 Sekunden, Optimierung unseres aktiven Fliegens mit Nick- und Rollübungen. Zusätzlich bereiten wir uns mit seitlichen Klappern auf die richtige Reaktion bei Störungen vor. Diese Fähigkeiten sind wichtig, da uns in thermischer Luft jederzeit verschiedene Störungen treffen können.

Bei entsprechenden Gelände- und Witterungsvoraussetzungen üben wir auch die Abstiegshilfen ausgiebig, je nach persönlichem Geschmack und Voraussetzungen: B-Stall oder die Einleit- und Ausleitphase der Spirale.

Zum Abschuss eines jeden Fluges gehört eine sichere Landung. Deshalb landen wir auf verschiedenen Flächen und optimieren dabei unsere Landeeinteilung und eigentliche Landetechnik. Gerade bei Überlandflügen sind dabei die Landeflächen kleiner als gewohnt, deshalb üben wir bei der Landung insbesondere mit kleineren Flächen auszukommen. Bei entsprechendem Gelände üben wir auch die Hanglandung.

Anschließend stehen beim Überlandtraining das Anfliegen der Thermik und der optimale Gleitweg auf dem Programm: Beim Anfliegen der Thermik sollen neben dem Auffinden der Thermik, das Zentrieren und Wechseln der Aufwindquellen weiter geübt werden.

Foto: www.azoon.ch
Hierbei fliegst du sowohl allein als auch mit anderen Piloten gemeinsam verschiedene Auffindbereiche an. Der optimale Gleitweg variiert bei unterschiedlichen Windgeschwindigkeiten und –richtungen und ist zudem abhängig von den lokalen thermischen Verhältnissen.

Der krönende Abschluss der Überlandausbildung – und gleichzeitig Prüfung – ist ein Streckenflug über mindestens 10 km, der vorher genau geplant und durchgesprochen wird. Der spezielle schriftliche Flugauftrag, den du für diesen Prüfungsflug brauchst, erteilen wir dir im Rahmen dieses Ausbildungsabschnittes, sobald du die Voraussetzungen dazu erfüllst. Dieser Flug wird mittels Fotos oder GPS dokumentiert.

Kosten : 250,- €
Die Kosten beinhalten:

  • Betreuung durch einen lizenzierten Gleitschirm-Fluglehrer
  • Unterstützung per Funkgerät
  • Haftpflicht-Versicherung für evtl. Drittschäden

Nicht enthalten sind die Leihgebühren für die Gleitschirm-Ausrüstung. Wenn du eine eigene Ausrüstung hast, bring diese einfach mit. Sofern sie dem Stand der Technik entspricht, kannst Du damit die Ausbildung absolvieren. Alternativ besteht die Möglichkeit eine Ausrüstung pauschal für 250,- € pro Woche zu leihen.

Modul 2 - Rettungsgerätetraining
Dieses Modul beinhaltet das Retterwurftraining und das einmalige Packen deines Rettungsgerätes. Dieses Training bieten wir generell im Winter an. In der Regel treffen wir uns am Anfang jeden Jahres in einer Turnhalle.

Hier unterhalten wir uns über die verschiedenen am Markt befindlichen Rettungssysteme unter den Gesichtspunkten: Welche Rettungsgeräte sind für mich sinnvoll? Welchen Gewichtsbereich deckt mein eigenes Gerät ab? Habe ich das geeignete Gerät für mein aktuelles Gewicht? Wie alt ist mein Rettungsgerät und welche Lebensdauer hat es noch? Wann sollte/muss der Retter eingesetzt werden?

Anschließend erklären wir euch die richtige Wurftechnik und bieten euch die Möglichkeit diese mit eurer eigenen Ausrüstung auszuprobieren. Abschließend wird das Rettungsgerät, nachdem es einige Zeit gelüftet wurde, natürlich auch wieder ordnungsgemäß in euer Gurtzeug gepackt. Bei dieser Gelegenheit wird auch die vorschriftsmäßige Kompatibilitätsprüfung durchgeführt, ohne die ihr eure Kombination aus Rettungsgerät und Gurtzeug nicht verwenden dürft.

Mitzubringen sind neben der eigenen Ausrüstung, das Packbuch und die Packanleitung des Retters, sowie das Ausbildungsnachweisheft.

Solltest du keine eigene Ausrüstung besitzen kann dieses Modul natürlich auch mit einer Schulausrüstung absolviert werden. Hierbei fallen keine Zusatzkosten an!

Kosten : 50,- €
Die Kosten beinhalten:

  • Betreuung durch einen lizenzierten Drittpacker
  • Seminar mit den o.g. Inhalten
  • Praktisches Wurftraining
  • Packen des Rettungsgerätes
  • Kompatibilitätsprüfung

Da die Prüfung aus einem Theorie- und einem Praxisteil besteht, darfst du auf keinen Fall die Teilnahme am Theorieunterricht (AT) versäumen.



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Hier findet ihr alle Anfahrtsbeschreibungen zu allen Geländen auf denen wir schulen, fliegen und schleppen.
Anfahrt nach: Leverkusen Flugplatz / RTHCLeverkusen Flugplatz / RTHC
Anfahrt nach: Neuss-HolzheimNeuss-Holzheim
Anfahrt nach: Leverkusen-FlugplatzLeverkusen-Flugplatz
Anfahrt nach: MellbeckMellbeck
also bis gleich!!!



Alpenwetterfibel
Tipp: Bei einem Streifzug durch das Netz der Netze sind wir auf die Alpenwetterfibel gestoßen. Eine gut gemachte Meteorologie-Website von Alexander S. Kerschhofer.
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