Donnerstag 01 Juni 2006
Rückblick zum Sicherheitstraining am Gardasee Der Wetterbericht kündigte für das verlängerte Wochenende (inklusive Feiertag) folgendes für unsere Breiten (Deutschland): Regen, Schauer oder Dauerregen mit zeitweise Gewittern bei 6 - 14 Grad. Das klingt ja schauerlich!
Für die Alpensüdseite klang das schon besser: Sonne, teilweise Wolken bei 15 - 22 Grad.
Also auf zum Sicherheitstraining am Gardasee (Italien)!
Jeder ist so angereist wie er / sie es wollte. Vor Ort haben wir uns dann mehrheitlich am Mittwoch abend zur Landeplatzbesprechung getroffen. Der erste Eindruck: Der Landeplatz ist nicht riesig, aber einfach und dabei liegt er direkt am See.
Am Donnerstag morgen war dann um 9 Uhr Briefing. Unsere Trainer Andi Breuer und Michael Nesler haben uns erst einmal das ganze Team vorgestellt. Startleiter Peter Nitsche kannten wir schon. :-) Dazu kam dann noch ein zweiter Startleiter, ein Shuttle-Fahrer und ein Kameramann. Die Jungs und Mädels von der Seerettung (Rotes Kreuz) lernten wir erst später kennen. Teilweise auch sehr persönlich. Dazu aber später.
Nachdem die Ausrüstungen überprüft und der erste Flug gebrieft war, ging es dann mit persönlicher Ausrüstung plus Schwimmweste auf den Berg. Dort bot sich eine atemberaubende Aussicht bei ca. 1650m Höhendifferenz. Leider war es auch sehr windig, so dass wir erst mal eine Weile die Aussicht geniessen durften. Dabei war es oben am Berg nicht ganz so warm wie unten im Tal. Nun ja, dennoch hatten wir viel Sonne, so dass der erste Sonnenbrand drohte.
Abends haben wir dann alle unseren ersten Flug gemacht und dabei das Gelände erstmal kennen gelernt. Leichte Wingover, Achten und beschleunigtes Fliegen standen dabei auf dem Programm. Danach ging es nach dem Debriefing gemeinsam zum Pizza und Pasta essen. Das war sehr gemütlich und bot reichlich Gelegenheit die ersten Erfahrungen auszutauschen.
AmFreitag wurden wir dann in zwei Gruppen eingeteilt: erfahrenere und weniger erfahrene Piloten bildeten je eine Gruppe mit eigenem Trainer, Startleiter und Kameramann. Im Shuttle, am Landeplatz oder in der Bahn haben sich die verschiedenen Piloten dann aber immer wieder getroffen. Jede Gruppe hatte ein eigenes Flugprogramm und teilweise war das Programm sogar individuell auf den einzelnen Piloten abgestimmt. Gemeinsam hatten alle ein leicht flaues Gefühl im Magen am Startplatz und ein erleichtertes Gefühl am Landeplatz nachdem alles halb so wild verlief. Einzelne Piloten haben sich vom Talwindsystem verblasen lassen und sind samt Ausrüstung "baden" gegangen; andere haben es (knapp) geschafft! :-) In Summe haben wir alle einige neue Erfahrungen gemacht. Der Trainingstag endete relativ spät in einem Fischrestaurant direkt in der Ortsmitte. In gemütlicher Runde wurde dann alles noch einmal "durchlebt".
Samstag war dann schon richtig Routine. Den Weg zum Startplatz kannte man, der Landeplatz musste auch nicht mehr gesucht werden. Allerdings haben wechselnde Winde immer wieder für ein bisschen Abwechslung gesorgt. Das Training selbst war super, auch wenn der ein oder andere lieber den Trainer ganz für sich allein gehabt hätte, so dass keine Wartezeit entsteht. Klapper (beschleunigt und unbeschleunigt, mit und ohne wegdrehen lassen), Steilspirale, B-Stall, Frontstall und natürlich immer wieder Wingover und Achten für das Schirmhandling standen auf dem Programm. Jeder hat sicherlich viel dazu gelernt. Die strahlenden Gesichter am Landeplatz kamen sicher nicht nur vom schönen Wetter. ... und auch dieser Abend endete in der Pizzeria, die einige schon als Stammpizzeria bezeichneten. Lecker war´s und super interessant zu hören wie es jedem Einzelnen so in der Luft ergangen ist.
Sonntag war dann der letzte Tag des Trainings. Auf dem Programm stand: Rettung werfen und Vertiefung verschiedener Figuren. Aber erst einmal ein ausführliches Briefing zum Thema Rettung und anderen Figuren (Piloten individuell). Eine Gruppe ist frühzeitig auf den Berg gekommen, um noch einen Abschlussflug zu machen. Die andere Gruppe musste erfahren, dass auch ein Talfahrt mit der Bahn zu einem Sicherheitstraining gehören kann. Aber auch das war gut so, schließlich war das Motto: Safty first!
Im Anschluss an das Training sind dann die ersten gefahren. Andere haben noch ein paar Tage rangehängt. Zuhause angekommen vermisse ich eines am meisten: die kurzen Hosen, T-shirts, Sonnencreme und Sonnenbrille und .... natürlich italienische Eis und Pizza. Von all dem hatten wir nämlich reichlich. Der Wetterbericht behielt recht, bei ca 25 Grad und Sonne.
Nächstes Jahr gibt es das nächste Sicherheitstraining. Also, komm einfach mit! … Petra |