Retter packen

Retterpacken: Kurze Öffnungszeit kann Leben retten

Kein Gleitschirmflug findet ohne Rettungsschirm statt. Der im Gurtzeug verstaute Reserveschirm kann vom Pilot in Notsituationen ausgelöst werden und bringt den Flieger sicher zum Boden.
 
Wird der Rettungsschirm in niedriger Höhe ausgelöst, entscheidet jeder Bruchteil einer Sekunde über die Wirkung, die der Zusatzschirm noch aufbauen kann. Denn nur ein vollständig geöffneter Retter entwickelt die volle Tragkraft, die er braucht.

Wurde ein Retter lange nicht neu gepackt, verlängert dies die Auslösezeit. Nicht anders als eine im Schrank gefaltete Tischdecke, die man zuletzt vor 7 Jahren benutzt hat, und die man nun umso kräftiger ausschlagen muss, damit sie sich aus ihrem Faltzustand löst.
 
Deshalb gilt: Regelmäßiges Retterpacken kann Leben retten - es ist absolutes Pflichtprogramm! Einmal pro Jahr muss ein Rettungsgerät "gelüftet" und neu gepackt werden - so will es die Vorschrift und die Vernunft. Auch die Packtechnik ist exakt vorgeschrieben, nur qualifizierte Personen dürfen Retter packen. - Wir erledigen das für Dich!

Am besten gleich beim Retterwurfseminar

Da Dein Retter ohnehin einmal jährlich gepackt werden muss, empfehlen wir Dir dringend, einfach einmal im Jahr bei unseren Retterwurf-Seminaren teilzunehmen. Hier trainierst Du das Retterwerfen in einer Turnhalle und anschließend packen wir Deinen Reserveschirm neu.

Welcher Retter passt zu wem?

Wir empfehlen immer einen konventionellen Retter mit Mittelleinen und Rundkappe mit manueller Auslösung in einem Seitencontainer. Keinesfalls raten wir zu einem Frontcontainer! Die Systeme haben deutliche Nachteile, die mittlerweile auch beim DHV bekannt sind.
 
Alternativ gibt es auch noch steuerbare Rundkappensysteme oder Rettersysteme nach dem Rogallo-Prinzip wie zum Beispiel der Papillon (NASA-Wing). Diese werden aber nur sehr selten bei uns zum Packen eingereicht.

Nach dem Schreck nicht auch noch lenken müssen!

Wir empfehlen keine steuerbaren Retter. Nach dem psychischen Stress eines Retterwurfs wären die allermeisten Piloten hoffnungslos überfordert damit, ein bis dato gänzlich unbekanntes Fluggerät zu steuern. Wir meinen, in einer Notsituation gilt: Hauptsache sanft nach unten.
 
Als eine echte Neuentwicklung gibt es noch die Rettungssysteme von "Seven UP", die sich durch schnelle Öffnungszeiten und geringe Pendelneigung besonders auszeichnen. Unser Urteil: "Empfehlenswert".
 
Bei Neukauf bieten wir auch von Hause aus eine ausführliche Beratung an, welche Kappe für wen geeignet ist, bzw. hinsichtlich der Gewichtsauslastung, angeraten ist.

Kaufberatung

Bei Flatland Paragliding kauft man nichts zwischen Tür und Angel. Wir wollen Dich erst einmal fliegen sehen und uns ausführlich mit Dir unterhalten, ehe wir Dir eine Produktberatung geben.
 
Deswegen haben wir auch keinen niedergelassenen Shop. Gleitschirmausrüstung kauft man unserer Meinung nach auf dem Fluggelände und nicht an einer Ladentheke.
 
Unsere Empfehlungen sind dabei stets maßgeschneidert und Gleitschirme können selbstverständlich zur Probe geflogen werden.

Peter Nitsche

Peter Nitsche, Inhaber der Flugschule

Peter (oder "PetAir") hat sein langjähriges Hobby zum Beruf gemacht: Er fliegt seit über 25 Jahren Gleitschirm und ist seit 20 Jahren mit Leib und Seele Fluglehrer.